Skateboard Test & Testberichte 2016

Skateboarden liegt voll im Trend und begeistert sowohl männliche als auch weibliche Rider.

Aufbau und Fortbewegung:

Das einfach aufgebaute Board besteht im Wesentlichen aus drei Basis-Komponenten.
Das Deck stellt die Standfläche dar, die zwei Trucks sind die beiden Achsen und es werden vier Rollen verwendet, welche auch als Wheels bezeichnet werden.
Skater stehen mit einem Beim auf der Trittfläche, während das andere Bein anschiebt. Diese Technik nennt man Pushen. Rider können auf dem Skateboard eine breite Palette an Tricks und Moves ausführen. Bei den Kunststücken werden häufig Sprünge und Drehungen eingebaut.

Geschichte der Trendsportart:

Die ersten Skateboards rollten in den 60er Jahren durch die Straßen, da Surfer auch in der Stadt Wellenreit-Feeling genießen wollten. Die damaligen Skateboards erinnerten in ihrer Form an ein Surfbrett. Da jedoch vielseitigere Sportgeräte auf den Markt kamen, ebbte die Begeisterung ab und das einfache Rollbrett geriet in Vergessenheit.
Mit der Erfindung der Polyurethan-Wheels keimte der Trend wieder auf, da dieses Material mehrere Neuerungen bewirkte. Es verbesserten sich nicht nur die Rolleigenschaften der Wheels, sondern auch die Bodenhaftung. Zur gleichen Zeit wurde ein Achsensystem entwickelt, welches eine bessere Kontrolle über das Skateboard bot.
Skater konnten somit neue Fahrstile und Manöver ausprobieren. Seit den 90ern ist das Deck schmäler als in der Anfangsphase. Man designte symmetrische Trittflächen mit Überständen, die sowohl an der Nose als auch am Tail etwa gleich lang waren.
Dank dieser Bauweise wurden neue Bewegungsabläufe, Tricks und Hebelwirkungen möglich.
Speziell in den USA erlebte das Stadt-Surfen einen enormen Aufschwung und es entwickelte sich eine internationale Skater-Szene.
Seit 1976 können Skater ihrem Hobby in speziell angelegten Parks nachgehen. In den Skater-Parks findet man verschiedenste Pipes, Kicker und Rampen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.
Leider fehlt es dieser Sportart an Verbänden und es gibt auch keine Ligen. Jedoch tragen Organisationen zum Bestehen der Skater-Szene bei, da diese regelmäßig Wettkämpfe veranstalten. Zu den bekanntesten zählen die X-Games und Masterships, es gibt aber auch zahlreiche Contests, bei welchen Skatern ihr Können in unterschiedlichen Disziplinen unter Beweis stellen können. Der Skateboard-Sport war viele Jahrzehnte lang eine reine Männerdomaine, mittlerweile findet die Trendsportart immer mehr weibliche Anhänger.
Heute kann man sagen, dass die Konstruktionsart des Skateboards ausgereift ist.

Skateboard Test

Vor dem Kauf sollten man sich Skateboard Tests durchlesen, um die Unterschiede der vielfältigen Modelle kennenzulernen. Aus den Skateboard Testberichten gehen nicht nur die technischen Details, die Fahr- und Materialeigenschaften hervor, Leser erhalten auch einen Überblick über die Sicherheit des gewählten Produkts. Neulinge erfahren wertvolle Informationen bezüglich den Basics und den Anwendungsgebieten. In den Skateboard Testberichten werden sowohl komplette Sets als auch einzelne Komponenten genau unter die Lupe genommen. Anfänger sollten sich für ein komplettes Set in hoher Qualität entscheiden. Skateboard Tests stellen eine ideale Hilfe bei der Kaufentscheidung dar, da die Vor- und Nachteile des gewählten Skateboards von einem neutralen Standpunkt aus beleuchtet werden.
Wer sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, kann das komplette Skateboard auch im Nachhinein modifizieren. Da sich die meisten Einzelkomponenten miteinander kombinieren lassen, können Wheels oder Achsen unterschiedlicher Hersteller eingebaut werden.
Ab einem gewissen Kenntnislevel kann man sich sein Traum-Brett selbst zusammenstellen.
Hierfür bieten sich Skateboard Testberichte an, welche sich mit Einzelteilen auseinandersetzen. Ein Skateboard Vergleich ist ratsam, da immer mehr Hersteller den Skateboard-Markt für sich entdecken. Wer auf Qualität Wert legt, sollte sich für Einzelkomponenten entscheiden, die in Skateboard Tests mit Bestnoten bewertet wurden.

Deck:

Der Großteil der Trittflächen wird aus nordamerikanischem Ahornholz gefertigt. Diese Holzart ist deshalb so begehrt, da sie sich durch eine hervorragende Stabilität und Langlebigkeit auszeichnet. Die meisten Decks bestehen aus sieben Lagen Ahornholz. Skater mit einem hohen Körpergewicht sollten besser zu acht oder mehr Schichten zurückgreifen. Die einzelnen Holzlagen werden mit einem Spezial-Harz unter enormen Druck zusammengepresst.
Die Deck-Maße werden Großteils in der Maßeinheit Inch angegeben. Ein Inch ist 2,54 Zentimeter lang. Skateboards sind im Durchschnitt 70 bis 80 Zentimeter lang.
Das Deck ist in drei Segmente gegliedert. Die abgerundete Vorderseite wird Nose ganannt, die Wheelbase liegt zwischen den Achsen und das abgerundete Tail stellt die Hinterseite des Boards dar.
Die Nose ist größer als das Tail. Die Wheelbase bestimmt sowohl die Länge der Standfläche als auch das Fahrverhalten. Kürzere Decks sind besonders wendig, jedoch nicht so laufruhig. Boards mit einer langen Trittfläche können Unebenheiten besser absorbieren und somit ist das Fahrverhalten auch bei höherem Speed besser.
Die Enden können je nach Unterdisziplin und Modell eine geringe oder ausgeprägte Wölbung nach oben aufweisen. Diese Aufwölbung wird Pop genannt, den es sowohl in flachen als auch steilen Varianten gibt. Man sagt, dass der Pop effektiver ist, wenn die Vorder- und Hinterseite stärker gewölbt sind, da Skater von einer besseren Hebelwirkung profitieren können. Skateboards mit einer flachen Nose und Tail lassen ein hervorragendes Surfgefühl auf dem Asphalt zu.

Deck – Concave:

Die Längsseiten des Skateboards sind je nach Modell unterschiedlich gewölbt. Eine höhere Wölbung bietet den Vorteil, dass Skater mehr Druck auf die Kanten ausüben können. Folglich verbessert sich das Lenkverhalten und das Flipverhalten wird positiv unterstützt.
Ein nicht allzu ausgeprägtes Concave ermöglicht eine ausgezeichnete Kontrolle über das fahrbare Sport- und Fungerät.

Deck – Größenempfehlung:

Die geeignete Deckgröße ist von der Körper- und Fußgröße des Skaters abhängig. Weitere Faktoren sind die Einsatzgebiete und die individuellen Vorlieben.
Street- und Parkskater sollten ein nicht allzu breites Deck auswählen. Schmale Standflächen bieten den Vorteil, dass sich das Board leichter steuern lässt und dass Flipps nicht so schwer fallen.
Wer das Rollbrett für Ramps, Gags und Transitions nutzen möchte, sollte sich für ein breites Deck entscheiden. Grund hierfür ist, da ein breites Deck auch bei hohem Speed hervorragend gelenkt werden kann.
Kinder unter 130 Zentimeter sollten Boards zwischen 6,5 und 7,5 Inch wählen.

Deck – Griptape:

Das selbstklebende Griptape wird auf die obere Seite der Trittfläche aufgeklebt, auf welcher der Skater steht. Ein Griptape bietet dem Skateboarder einen festen Halt und die Gefahr, abzurutschen, wird minimiert. Griptapes sind in unterschiedlichen Körnungen für weniger oder mehr Grip und vielfältigen Farbgebungen erhältlich.

Achsen:

Herkömmliche Skateboard-Achsen setzen sich aus mehreren Einzelteilen zusammen.

  • Basisplatte (Baseplate)
  • flexible Komponente an welcher die Wheels befestigt sind (Hanger)
  • Kingpin und Kingpin-Mutter – halten basisplatte und Hanger zusammen
  • Lenkgummis (Bushings)
  • Unterlagsscheiben schützen Kugellager (Washer)

Achsen – Lenkung:

Möchte man eine härtere Lenkung, so zieht man den Kingpin mit einem speziellen Tool an. Das Lenkverhalten kann geändert werden, wenn Lenkgummis eingesetzt werden. Diese Spezialgummis sind in verschiedenen Härtegraden erhältlich. Egal ob soft, medium oder hard, Skater können die passenden Lenkgummis auswählen.
Wer eine lenkfreudige Achse bevorzugt, sollte Lenkgummis wählen, die konisch geformt sind. Im Gegensatz zu den sogenannten Cone Bushings machen die flachen Barrel Bushings die Achsen nicht so dreh- und lenkfreudig.

Achsen – Breite:

Die Breite der Achsen sollte entsprechend der Breite des Decks gewählt werden.
Weisen Achsen eine innere Breite von 5.0 Inch auf, so sollte das Deck zwischen 7,375 – und 7,75 Inch breit sein.
Bei einer inneren Achsenbreite von 5.25 Inch sollten die Standflächen eine Breite von 7,75 bis 8,25 Inch aufweisen.
Sind die Achsen im Inneren 5.39 Inch breit, so können die Trittflächen 8 Inch oder breiter sein.

Achsen – Höhe:

Bei den Achsen gibt es unterschiedlich hohe Modelle.
Flache Achsen punkten mit dem geringen Gewicht und der ausgezeichneten Bordkontrolle, jedoch kann es bei einem zu geringen Abstand zu einem Wheel-Bite kommen. Um zu vermeiden, dass die Wheels das Deck berühren, sollten kleine Rollen verwendet werden. Alternativ bieten sich Rider- oder Shockpads an.
Ist der Abstand zum Boden etwas höher, so fallen Tricks wie beispielsweise der Ollie etwas leichter, da sich das Skateboard etwas steiler aufrichten kann. Das Risiko eines Wheel-Bites ist gering. Höher montierte Achsen sind schwerer und die Fahrstabilität ist bei hoher Geschwindigkeit nicht so hoch.
Allrounder entscheiden sich gerne für Standard-Achsen mit einem mittelgroßen Abstand zum Boden, da es sich hierbei um eine Kompromisslösung handelt.

Wheels:

Die Entscheidung für die geeigneten Wheels fällt immer leicht, da es eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen gibt. Die Rollen sollten nicht nur an das Deck, sondern auch an die Achsen angepasst werden. Ein weiteres Kriterium stellt das individuelle Fahrverhalten dar.
* Kleine Wheels mit einem maximalen Durchmesser von 52 Millimeter bieten den Vorteil, dass sie besonders wendig sind. Zudem sind kleine Rollen leichter zu handhaben und Skater können schneller beschleunigen.
Streetskater sollten sich für kleine Wheels entscheiden.
* Mittelgroße Rollen haben einen Durchmesser von 52 bis 56 Millimeter, Sie sind ideal für den Einsatz auf Miniramps.
* Große Wheels mit mehr als 56 Millimeter Durchmesser erreichen eine höhere Endgeschwindigkeit und die sind langlebiger. Sie werden hauptsächlich von Halfpipe-Ridern verwendet.

Wheels – Härte:

Eine Skateboard Kaufberatung kann dabei helfen, die geeignete Härte der Wheels auszuwählen. Der Härtegrad wird mit dem Buchstaben A angegeben. Der Härtegrad variiert von 75 A bis 103 A.
Cruiser greifen gerne zu den weicheren und leiseren Rollen, während harte Wheels für Street Skater ideal sind.

Kugellager:

Wer ein Kugellager für sein Skateboard kaufen möchte, sollte auf eine ausgezeichnete Qualität, Verarbeitung und auf hochwertige Materialien Wert legen.
Jedes Wheel ist mit zwei Kugellagern ausgestattet. Es ist empfehlenswert, den Zwischenraum speziell bei weichen Rollen auszufüllen. Hierfür eignet sich ein Spacer, der verhindert, dass das Kugellager zusammengedrückt wird.
Die Bezeichnung der Kugellager lautet ABEC, also etwa einer Kategorisierung von eins bis neun. Neun, die höchste Stufe, wird ausschließlich für Kugellager vergeben, welche mit höchster Präzision gefertigt wurden. Die Präzisions-Kugellager sind resistenter gegenüber Verschleißerscheinungen.

Shockpads:

Shockpads fangen Stöße ab, sie absorbieren Unebenheiten und sie sorgen für ein ruckfreies Fahrverhalten. Die Plastik- oder Gummipads werden in unterschiedlichen Höhen angeboten. Ebenso gibt es unterschiedlich harte Shockpads, die einem Wheelbite entgegenwirken.

Cruiser Boards = Retro Stil Skatebords:

Diese Rollbretter sind ausschließlich auf das Fahren und nicht auf Tricks ausgelegt. Da die Beanspruchung nicht so hoch ist wie bei den Trick-Boards werden sie häufig aus Aluminium oder Plastik gefertigt. Hochwertige Modelle sind mit einem Deck aus Holz ausgestattet.

Trick-Skateboards:

Diese Spezial-Boards verfügen Großteils über ein Deck aus Holz. Wer ein langlebiges und robustes Deck erwerben möchte, sollte sich für eine Standfläche aus kanadischem Ahornholz entscheiden. Der Großteil der Trick-Skateboards ist mit einem mehrlagigen Deck ausgestattet. Teilweise besitzen die Decks eine zusätzlichen Kern aus Fiberglas oder Carbon, damit die Stabilität der Trittfläche maximiert wird.
Mit einem Trick-Skateboard sind sowohl Kunststücke möglich als auch das Fahren auf Rampen und Halfpipes. Dieser Board-Typ punktet dadurch, dass diese Rollbretter auch als Fortbewegungsmittel in der Stadt eingesetzt werden können. Die Multitalente
sind universell einsetzbar. Bei Trick-Skatebords fällt es nicht leicht, die Nose und das Tail auseinanderzuhalten. Die Decks sind leicht nach außen gewölbt, damit das Rollbrett bei der Landung nicht zu Bruch geht.

Bekannte Hersteller:

Heute zählt sowohl die Labels Vans und Etnies als auch die Spezialisten Converse und DC Shoes zu den renommiertesten Skateboard-Herstellern. Namhafte Produzenten sind auch Penny und Ridge, die hochqualitative Cruiser-Boards entwickeln.
Diese Hersteller überzeugen seit Jahren mit hervorragenden Ergebnissen bei Skateboard Tests und mit coolen Designs.
Wer ein Marken-Skateboard zu einem geringen Preis erwerben möchte, sollte einen Skateboard Vergleich durchführen. Nicht selten handelt es sich bei Auslaufmodellen der weltweit bekanntesten Hersteller um wahre Schnäppchen.

Preis:

Da es bei den trendigen Rollbrettern riesige Qualitätsunterschiede gibt, variieren auch die Preise. Preisgünstige Boards gibt es bereits ab 20 Euro, jedoch sollte man nicht zu einer minderwertigen Qualität greifen, da es sich um ein Fortbewegungsmittel handelt, das im Straßenverkehr eingesetzt wird. Hochwertige Skateboards findet man ab 60 bis 70 Euro, jedoch kann das eine oder andere Schnäppchen auch günstiger ergattert werden.
Wer ein komplettes Skateboard kaufen möchte, mit dem man jahrelang Spaß haben kann, sollte sich für ein Profi Skateboard Set entscheiden. Für ein Profi Set muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, jedoch sind die Einzelkomponenten langlebiger und das Board limitiert die individuelle Entwicklung.
Einsteiger sollten eine Skateboard Kaufberatung kontaktieren, um mehrere Board zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis kennenzulernen.

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